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Analyseergebnisse des agronomischen Tests bei KWS

Im September letzten Jahres haben wir bei unserem Partner KWS das Pilotprojekt Future Live – Robotic Weeding im Freiland vorgestellt. Der Analysebericht der KWS Experten ist soeben eingetroffen und wir wollen ihn gerne mit Ihnen teilen.

Standort: 37154 Northeim, Deutschland
Testzeitraum: 22. Juni bis 7. Juli 2020
Fläche : 0,33 ha
Roboter: AVO
Herbizid: 50 % MaxxProGoltixTitan, Stemat, Debut


Verfahren zur Analyse der Pflanzendichte

Um die Unkrautflora zu identifizieren und zu quantifizieren, wurden 42 Parzellen von 0,25 m2 ausgewählt und insgesamt 126 Bilder aufgenommen. Für jedes Bild wurde eine Zählung der Pflanzen und Unkräuter vor und nach der Durchfahrt des Roboters vorgenommen. (Details in der Tabelle unten)

Bodenbedingungen

Aussaat : Ende Mai 2020

Wachstumsbedingungen: Schnelles Pflanzenwachstum (Rüben und Unkraut) aufgrund hoher Temperaturen und Niederschläge im Juni.

Die Ausbringung der Herbizide auf die Pflanzen erfolgte aufgrund der starken Regenfälle spät, die Pflanzen sind relativ groß (BBCH > 17).

Mengen von Unkraut auf 10m2

Wesentliche Ergebnisse des Feldversuchs

78,4 % weniger Herbizideinsatz im Vergleich zum konventionellen Sprühen.

Die Behandlung reduzierte nicht die Anzahl der Zuckerrüben auf dem Feld (ca. 110k Pflanzen/ha). Aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen konnte die zweite Sprühung nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden. Daher umfasst die Studie nur die erste Anwendung.

Vorteile und Schwächen von AVO

Vorteile

  • Einsparung von Herbiziden
  • Allradantrieb
  • Algorithmus an spezifische Bedürfnisse anpassbar
  • Weniger windanfällig als herkömmliche Sprühsysteme

Schwächen

  • Je mehr Unkraut, desto geringer die Einsparung von Herbiziden
  • Nur für blattaktive Herbizide
  • Die Arbeitsgeschwindigkeit und die behandelte Fläche sind im Vergleich zu einer herkömmlichen Sprühmaschine mit Traktor wesentlich geringer

Allgemeine Schlussfolgerung

  1. Legislative oder Effizienzbeschränkungen können den Einsatz von hochpräzisen Spritzrobotern (EU Green Market) ausweiten
  2. Das Erkennen und Sprühen funktioniert gut, konkurriert aber mit dem bewährten und kostengünstigen konventionellen Sprühen
  3. Die Montage des Systems auf einem konventionellen Sprühgerät würde die Leistung und den Business Case für die Landwirte verbessern
  4. Mehrere Tanks mit unterschiedlichen Wirkstoffen könnten noch mehr Herbizid einsparen und das Unkrautresistenzmanagement verbessern.
  5. Optimale Feldbedingungen für den Robotereinsatz
    >Anteil der niedrigen bis mittleren Unkräuter
    >Gute Bedingungen für die Behandlung von Herbiziden
    >Eine geeignete Feldgröße